Federico Borella und Annalisa Prato sind die Sieger der 37. Ausgabe des Granfondo La Fausto Coppi Generali. Von den 2.728 aus 33 Ländern gemeldeten Radsportlern gingen 2.205 auf eine der drei Strecken der Veranstaltung: die beiden Wettkampfstrecken über 172 km und 111 km sowie die 101 km lange „Fauniera Classic“. Die Veranstaltung stand in diesem Jahr im Zeichen einer Partnerschaft mit Dänemark und bot ein lebhaftes Festwochenende in Cuneo, bei dem Sport, Nachhaltigkeit, Gesundheit und lokale Gastronomie im Mittelpunkt standen.
Insgesamt waren Teilnehmer aus 33 Ländern auf der Startliste des Granfondo Internazionale La Fausto Coppi Generali vertreten. Dies unterstreicht erneut die internationale Anziehungskraft, die diese Veranstaltung zu Ehren des legendären Champions aus Castellania seit jeher auszeichnet. Dank der geografischen Nähe stellte Frankreich mit 130 Fahrern erneut die größte Gruppe ausländischer Teilnehmer, gefolgt von den Niederlanden (71), Deutschland (55) und Belgien (47). Dänemark, das Gastland der diesjährigen Ausgabe, war mit 23 Radsportlern vertreten.
Auf der Startliste standen zudem Teilnehmer aus Ländern außerhalb Europas, darunter Argentinien, Australien, Kanada, Chile, Kolumbien, die Philippinen und Pakistan. Zu den prominenten Teilnehmern zählte der ehemalige Radprofi Fabio Aru, Sieger der Vuelta a España, der mit der Startnummer eins ins Rennen ging. Mehrere Medaillengewinner der Olympischen Winterspiele von Mailand-Cortina – allesamt Mitglieder der Sportgruppe „Fiamme Gialle“ – gaben bei der „La Fausto Coppi Generali“ ihr Debüt: Davide Ghiotto, Andrea Giovannini, Michele Malfatti, Pietro Sighel und Chiara Betti. Auch die mehrfache Langlauf-Meisterin Stefania Belmondo (Team Passatore) war zum zweiten Mal in Folge bei der Veranstaltung dabei. Die ältesten Teilnehmer am Start waren Marco Orlando (81) und Leslie Vigne (70), während die jüngsten, Matteo Salomone und Iris Cavallera, 18 Jahre alt waren.
Die Strecke des Granfondo entsprach der der Ausgabe 2025 und umfasste drei Bergwertungen (KOM), von denen zwei oberhalb der 2.000-Meter-Marke lagen. Auf den ersten Kilometern durchquerten die Fahrer die Ebene um Cuneo, bevor sie den Colletta di Rossana in Angriff nahmen und weiter das Varaita-Tal hinauf nach Sampeyre fuhren. Von dort aus führte der Weg hinauf zur ersten Bergwertung des Tages am Colle di Sampeyre (2.284 m). Eine 17 km lange Abfahrt ins Maira-Tal, gefolgt von einem 4 km langen Flachstück bis Ponte Marmora, bildete die Ausgangslage für den anspruchsvollen Anstieg zum Colle d'Esischie und den anschließenden Gipfel des Colle Fauniera (2.481 m), dem höchsten Punkt des Rennens. Eine lange Abfahrt nach Demonte, ein Verbindungsstück durch das Stura-Tal und der letzte Anstieg zur Bergwertung Madonna del Colletto (1.304 m) stellten die letzte große Herausforderung vor dem Ziel in Cuneo dar, das nach 172 km und 4.300 Höhenmetern erreicht wurde. Die Mediofondo-Strecke beinhaltete den Anstieg zum Colle Fauniera von der Seite des Grana-Tals aus, gefolgt vom Anstieg zur Madonna del Colletto und der Rückkehr zur Piazza Galimberti; die Gesamtstrecke betrug 111 km bei 2.550 Höhenmetern. Die Fauniera Classic (eine Fahrt mit Zeitmessung, aber ohne offizielle Rangliste; die Ergebnisse wurden alphabetisch aufgeführt) konzentrierte sich ausschließlich auf den Anstieg zum Colle Fauniera, bevor es über die historische Militärstraße durch das Stura-Tal zurück nach Cuneo ging. Die Strecke umfasste 101 km und 2.187 Höhenmeter.
Als Spiegelbild des rasanten Wachstums des Gravel-Radfahrens lockte als Side-Event die Veranstaltung „La Fausto de Tierra“ am Samstag, den 27. Juni, eine große Zahl von Gravel-Begeisterten an den Start auf der Piazza Galimberti. Die Gravel-Ausfahrt ohne Wettkampfcharakter startete um 8:30 Uhr und führte die Teilnehmenden über Feld- und Waldwege rund um Cuneo sowie durch den Fluss-Naturpark Gesso e Stura. Organisiert von ASD Fausto Coppi On The Road – in Zusammenarbeit und mit technischer Unterstützung der Community „NER – Night Experience Ride“ – umfasste die Veranstaltung eine 68 km lange Strecke mit gemischtem Untergrund und 730 Höhenmetern.